Was sonst nirgens reinpasst.

Für die Oldtimerfreunde

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29 Jan. 2015 00:29 - 29 Jan. 2015 00:36 #9 von Kurt
Kurt antwortete auf Für die Oldtimerfreunde
Heu zäme
Die Elektrogeschichte ist natürlich nicht zu Ende, denn generell interessiert mich der physikalische Hintergrund für die E-Fliegerei nach wie vor. Aber man kann ja auch objektlos fachsimpeln. :silly:
Denn ich möchte meine fliegende Kiste künftig gerne mit Schall und Rauch anstelle von lautlosen Ampèrekäfern bewegen, und die Drahtkommode mithilfe eines hüstelnden Saitosterns über Mosi's Kuhweiden schleichen lassen.
Zu diesem Zweck wurde ich spontan käufig und habe mir den Dreierstern von Saito mit 0.6 dl Hubraum als (quasi neue) Occasine reingeschnupft. Dieser Saito FG60 R3 hat nämlich seinen Prolog bereits unter der Ägide von Roli hinter sich. Roli ist bei der Motorfliegergilde der MB WB bestens bekannt und geschätzt als Motorenspezi und -tüftler schlechthin. Somit dürfte einem direkten Einbau in die Fokker E III nichts im Wege stehen.
Geplant ist:
- den Motor auf die bestehende Spant-Schubladen-Konstruktion zu adaptieren (vgl. Bilder). Wie die Fotos zeigen, passt der Wecker perfekt unter die Umlaufmotorenhaube deren ø 27 cm beträgt - ø Motor ist 22 cm.
- im hinteren bzw. inneren Teil der genialen Spant-Schublade werden anstelle der Akkus neu der Benzintank, das Gasservo sowie die Zündung samt Zündakku Platz finden (hoffentlich) :evil: .
Sodele, jetzt wird es wieder ruhig werden hier, denn ich bin ein perfekter Doppellinkshänder und im Kellarium bei den Asseln langsam wie eine Weinbergschnecke. Das ist natürlich ekelhaft und zugleich fatal für Leute wie mich, die nicht an die Wiedergeburt glauben. :lol:
Die Bilder zeigen
1. die aktuelle Motorisierung und Stromversorgung. Um den Schwerpunkt einzuhalten habe ich zusätzlich einen 500 gr Hammer mitgeführt.
2. die Schublade wird in den Schlund der Fokker geschoben
3. Tunnelblick; der Saito FG 60 passt locker unter die Aluminium 3/4-Haube, ja selbst die Einbaulänge des Saitos passt perfekt - jo mei, do hob i vei a Glück ghobt!! :bleh:







Servus pfietsenech
Kurt

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27 Dez. 2014 00:08 #10 von Kurt
Kurt antwortete auf Für die Oldtimerfreunde
Hallo Ronald
Wenn ich hier etwas reinschreibe ist wo möglich immer auch ein Augenzwinkern dabei, also nie ganz 1:1 nehmen, das hier ist für mich Freizeit.
Gruss
Kurt
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26 Dez. 2014 19:54 #11 von Ronald
Ronald antwortete auf Für die Oldtimerfreunde
Hallo Kurt,

Mir scheint wir haben uns nicht verstanden. Drosselklappen stören mich nur im PW, speziell in meinem und nicht im Modellflieger.
Modellfliegen mit "Verbrenner Motoren Sound" vor allem mit so einem schönen Sternmotor, möchte ich keineswegs missen und ich freue mich jetzt schon darauf wenn ich das erste Mal meinen Segler damit gegen Himmel geschleppt ziehen sehe. Den Rest möchte ich gerne mit dir bei einem Bier klären.

Gruss
Ronald

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26 Dez. 2014 12:38 #12 von Kurt
Kurt antwortete auf Für die Oldtimerfreunde
Hallo Ronald
Vorerst besten Dank für deine Erläuterungen, die ich nur teilweise verstanden habe. Ich glaube wir sollten da mal gruppenintern ein E-Flug-Seminar durchführen, denn es gibt offensichtlich Leute, die etwas zu Brushless zu sagen haben und viele User wie ich, die nur wenig Hintergrundwissen über die moderne E-Fliegerei besitzen.
Der Begriff Gas ist natürlich hier gewissermassen volkstümlich gemeint.
Zu deiner fast schon militanten Ansicht die Verbrennermotoren und Doris sowie Drosselklappen betreffend muss ich allerdings vehement entgegnen. Modellfliegen und Verbrennermotorensound gehört insbes. bei der Semiscalefliegerei einfach zusammen. Modellfliegen hat zudem nicht in erster Linie das Ziel, Energie zu sparen. Wenn wir Energie sparen wollen, müssen wir zuerst andere Massnahmen trefeffen. Z.B. kleine leichte und langsame Autos kaufen, Häuser isolieren und Pullover anziehen, Klimaanlagen liquidieren und mit dem Fahrrad fahren, wenig essen uns insbes. wenig Fleisch essen und all die Vereins-Treffs aufheben. Flach atmen und wenig furzen :lol:
Gruss Kurt

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25 Dez. 2014 15:49 #13 von Ronald
Ronald antwortete auf Für die Oldtimerfreunde
Hallo Kurt,

Du möchtest "Reglerweg für Gas drastisch kürzen und mit 12 S und halber Leistung fliegen und dabei Prop/Strom optimieren" (damit du bei vernünftiger Geschwindigkeit möglichst lange in der Luft bleiben kannst schätze ich.

Das Problem: Wir befinden uns hier sprachlich in zwei Welten. Da ist einerseits der Benziner mit der Drosselklappensteuerung, was energietechnisch früheste Steinzeit repräsentiert, weil hier Drehzahl- und Drehmomentkontrolle vor allem durch Energievernichtung geschieht. Als Energieministerin hätte ich solche Apparate schon längst auf die Tabuliste gesetzt. Hat sie zwar vorbildlich nicht getan, sondern fährt einen Tesla mit vorbildlicher Brushless DC Technologie wie auch du neuerdings bei deinem Flieger. Soweit alles super und gut.

Wichtig ist, dass wir nun auch gedanklich diesen Schritt nachvollziehen und dabei den Begriff "Gas" mit samt der ganzen Leistungsvernichtung die damit einher geht, zumindest beim Elektroantrieb, ein für alle mal vergessen.

Beim E-Motor sprechen wir von Drehmoment und Phasenstrom der dazu proportional ist, sowie Phasenspannung (beides Wechselstromgrössen zwischen Regler und Motor).
Aus der Batterie auf der anderen Seite kommt der Batteriegleichstrom unter entsprechender Batteriespannung die als Leistung in deinem Motor in der Form von Drehmoment mal Drehzahl an den Propeller abgegeben wird. Zwischen den beiden sitzt dein Regler der praktisch verlustfrei (im Gegensatz zum Unding Drosselklappe) die Leistung als Gleichspannung mal Gleichstrom dem Akku entnimmt und als geeigneter Wechselstrom dem Motor zur Verfügung stellt.
Dieser Regler ist ein äusserst cleveres Ding, regelt er doch 1) direkt den Motorwechselstrom entsprechend deiner Knüppelstellung als Drehmoment am Motor. Dazu entnimmt er dem Akku nur soviel Leistung in Form von Batteriespannung mal Batteriestrom wie nötig. Ob dein Prop. in vernünftigen Grenzen etwas mehr oder weniger Steigung hat, sprich etwas mehr Drehzahl oder etwas mehr Moment braucht, spielt energetische gesehen keine Rolle. Wichtig ist hingegen, dass du genügend Akkuspannung zur Verfügung stellst, damit dein Regler funktionieren kann, sonst passiert was du beim 6s erfahren hast, es geht (fast) gar nichts mehr.

Zusammenfassung: 12s erscheint mir auch OK. Den Propeller würde ich so wählen wie er dir von den Steigwerten und der Maximalgeschwindigkeit am besten zusagt gemäss den Daten von Eugen. Die Leistungsoptimierung im Teillastbereich übernimmt dein Regler, brauchst dich also darum (beim Elektroantrieb im Gegensatz zum Benziner) nicht zu kümmern.

Ich hoffe, ich habe mit meinen Zeilen mehr Verwirrung beseitigt als zusätzliche gestiftet und bin dir für weitere Fragen zur Klärung sehr dankbar.

Mit besten Fliegergrüssen
Ronald

1) Praktisch verlustfrei, sonst würde er sich sofort mit Rauchzeichen wegen Überhitzung verabschieden. Wichtig ist zu beachten, dass dein Regler wesentlich cleverer, ein ganz anderes Verhalten zeigt als ein klassischer Frequenzumrichter.

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24 Dez. 2014 13:24 #14 von Kurt
Kurt antwortete auf Für die Oldtimerfreunde
hallo Ronald
a) Das Gewicht brauche ich da vorne. Also Kapazität sparen ist hier nicht angezeigt. Das Original hatte einen schweren 9 Zyl Umlaufmotor, deshalb der lange Rumpf.
b) meine neuste Variante lautet: Servo- bzw. Reglerweg für Gas drastisch kürzen und mit 12 S und halber Leistung fliegen. Dabei Prop/Strom optimieren.
Beste Grüsse
Kurt

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24 Dez. 2014 11:09 #15 von Ronald
Ronald antwortete auf Für die Oldtimerfreunde
Hoi Kurt,

Ich finde die Überlegung sehr interessant und wünschte mir auch so ein tolles Auslegungsprogramm für Modellflugzeuge welches Eugen hier benutzt... Ich habe seinerzeit ein Programm entwickelt für Werkzeugmaschinen mit entsprechend Erfahrungen in der Motorauslegung.
Gerne würde ich mein Wissen auch in der vorgeschlagene Gesprächsrunde einbringen. Weil heute schon Heilig Abend ist im abgekürzten Verfahren einen Tipp ans Christkind: :engel:

Ich könnte mir vorstellen, dass ein 12s Akku mit geringerem Gewicht und 2 bis 2.5 Ah Kapazität dir dienlich sein könnte.
Gewicht wie beim 6s und gleichzeitig genügend Leistung an der Welle.

Beim 6s Akku mit 5 Ah der grundsätzlich auch geht, bräuchte es eine Auslegung mit ca. 160 bis 200 A d. h. grösserer Regler und entsprechenden Motor mit weniger Windungen..

So oder so wünsche ich allen schöne Festtage und immer happy landing im 2015

Ronald

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19 Dez. 2014 14:12 #16 von Kurt
Kurt antwortete auf Für die Oldtimerfreunde
EUGenius, ich glaube, wir müssen das in der Beiz besprechen, sonst wird das zu langatmig hier. Jedenfalls besten Dank für deine Tabellen und Nachforschungen.
Gruss
Kurt

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